Ev. Kirche Wendelsheim-Eckelsheim

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Gottesdienste

E-Mail Drucken PDF

16.07.2020

* Zusätzlicher Gottesdienst am 02. August 2020, 10:00 Uhr in Eckelsheim. Da aufgrund der Hygieneschutzbestimmungen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, bitten wir um vorherige Anmeldung per Telefon (06734-347) oder E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Bitte hinterlassen Sie uns ggf. eine Nachricht mit ihrem Namen, ihrer Adresse und ihrer Telefonnummer.


Gottesdiensttermine Juli / August für die Mittelpunktkirchen

Flonheim und Wöllstein

Datum

Flonheim

Wöllstein

05.07.2020

4. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Pfarrer Engelbrecht

10.00 Uhr

Pfarrer Emig

12.07.2020

5. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Dekanin Schmuck-Schätzel

10.00 Uhr

Pfarrer Emig

19.07.2020

6. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Pfarrer Engelbrecht

10.00 Uhr

Richard Beutel, Pfarrer i.R.

26.07.2020

7. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Pfarrer Engelbrecht

10.00 Uhr

Pfarrer Emig

02.08.2020

8. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Dekanin Schmuck-Schätzel

10.00 Uhr

Pfarrer Webler

09.08.2020

9. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Pfarrerin Dr. Martin

10.00 Uhr

Pfarrer Dr. Hund

16.08.2020

10. Sonntag n. Trinitatis

10.00 Uhr

Dekanin Schmuck-Schätzel

10.00 Uhr

Pfarrer Dr. Hund

 

 

 

 

 

 

 

!CORONA-AUFLAGEN für Gottesdienstbesucher*innen:

§ Aufnahme der Personalien (bitte bringen Sie ihren Personalausweis mit)

§ Einhaltung der vor Ort geltenden und bekannt gemachten Abstandsregelungen

§ Tragen eines Mund-Nasenschutzes

§ Desinfektion der Hände beim Betreten und Verlassen der Kirche (Mittel vor Ort)

§ Durch die Abstandsregelungen ist die erlaubte Teilnehmer*innenzahl sehr beschränkt. Wir können im Moment die Nachfrage nicht einschätzen, bitten aber um Ihr Verständnis, falls wir einmal gezwungen sein sollten, den Einlass wegen „Überfüllung“ nicht mehr gewähren zu können. Planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass!

 

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Herzliche Einladung zum WEckRuf - Lesegottesdienst

 

03.05.2020 Jubilate

Videoandacht vom 03.05.2020 (aus Fürfeld)

 

 

3. WEckRUF um 11

- zum Sonntag Miserikordias Domini

(26. April 2020)

Zum Glockengeläut um 11 Kerze anzünden.

Einen Moment zur Ruhe kommen.

Votum

Wir sind miteinander verbunden,

im Namen des Vaters

und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Amen

Liedvers als Psalm gesprochen oder gesungen - Ev. Gesangbuch Nr. 316,3

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,

der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.

In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott

über dir Flügel gebreitet!

STILLE

Predigtgedanken zum Thema „Beten“ von Tanja Martin

Eric Clapton, aus seiner Biographie:

Der Lärm in meinem Kopf war betäubend, alles in mir schrie nach Alkohol. Schockiert musste ich erkennen, dass ich selbst in diesem Behandlungszentrum, in dieser angeblich sicheren Umgebung, ganz ernsthaft in Gefahr war. Das machte mir eine Heidenangst.

In diesem Augenblick gaben meine Beine fast wie von selbst nach, und ich sank auf die Knie. In der Abgeschiedenheit meines Zimmers flehte ich um Hilfe. Ich hatte keinen Begriff davon, mit wem ich da redete, ich wusste nur, dass ich mit meiner Kraft am Ende war und den Kampf verloren gegeben hatte.

Dann fiel mir ein, was ich über Kapitulation gehört hatte. Nie hätte ich gedacht, dass ich dazu fähig wäre, weil mein Stolz das einfach nicht zulassen würde, aber jetzt wusste ich, allein würde ich es nicht schaffen, also bat ich um Hilfe, sank auf die Knie und kapitulierte.

Und nach wenigen Tagen bemerkte ich, dass etwas mit mir geschehen war. Ein Atheist würde wahrscheinlich sagen, da habe sich eben meine Einstellung geändert, und in gewisser Weise stimmt das sogar, aber es steckte noch sehr viel mehr dahinter. Ich hatte einen Ort gefunden, an den ich mich wenden konnte, einen Ort, von dem ich immer gewusst hatte, dass es ihn gab, an den ich aber nie wirklich hatte glauben wollen.

Von diesem Tag an bis zum heutigen habe ich jeden einzelnen Morgen gebetet, auf den Knien gelegen und um Hilfe gefleht, und jeden einzelnen Abend habe ich für mein Leben und, vor allen Dingen, für meine Nüchternheit gedankt. Auf den Knien, weil ich spüre, dass ich mich beim Beten erniedrigen muss, und mehr geht bei meinem Ego nicht.

Wenn ihr fragt, warum ich das alles mache, will ich es euch sagen... weil es funktioniert. So einfach ist das. In der ganzen Zeit, seitdem ich nüchtern bin, habe ich nicht ein einziges Mal ernsthaft daran gedacht, Alkohol oder Drogen zu mir zu nehmen. Ich habe kein Problem mit Religion, und ich bin mit einer großen Neugier auf spirituelle Dinge aufgewachsen, aber meine Suche hat mich von der Kirche und gemeinsamem Gebet weg- und zu einer Reise in mein Inneres hingeführt.

Vor meiner Genesung fand ich meinen Gott in der Musik und in den Künsten, bei Schriftstellern wie Hermann Hesse und Musikern wie Muddy Waters, Howlin? Wolf und Little Walter. In gewisser Weise und in gewisser Form war mein Gott schon immer da, aber jetzt hatte ich gelernt, mit ihm zu sprechen.

(Kurze Stille)

Was braucht es für uns, dass wir ins Beten kommen? Wann beten wir überhaupt? Fragen, die sich mir aufdrängen, wenn ich darüber nachdenke und mit meinen Konfis oder Schüler*innen über das Beten spreche. Und ich habe angefangen zu schauen, wie andere das Beten erleben. Menschen, die nicht permanent theoretisch über all diese Dinge reflektieren müssen. Dabei bin ich u.a. auf Claptons Bericht gestoßen, der mir u.a. aus zwei Gründen sehr zu Herzen gegangen ist.

Erstens: Er hält sich nicht damit auf erklären zu wollen, wie das Gebet jetzt wirkt, was genau passiert. Seine Antwort ist: „Warum ich das mache? WEIL ES FUNKTIONIERT“. Diese Wirkmächtigkeit, die darin zum Ausdruck kommt, beeindruckt mich.

Zweitens: Claptons Gebet ist eine Haltung. Er beginnt sein Gebet nicht mit Worten, sondern affektiv.  Sein Körper betet, bevor er das erste Wort gesprochen hat. Er sinkt auf die Knie und diese Haltung ist Teil seines Betens, seiner Kommunikation mit Gott.

Welche Haltung nehmen wir im Gebet ein? Was hilft uns, mit unserem Schöpfer in Kommunikation zu kommen? Da ist so viel denkbar: sitzen, stehen, knien, liegen? Sich ganz dort zu verwurzeln wo man gerade ist, zu erden, mit der Schöpfung in Kontakt zu kommen. Oder vielleicht spüren wir ganz viel Energie in uns, die raus muss, und wir begeben uns auf ein Geh-Bet indem wir einen Schritt vor den anderen zu setzen. Vielleicht hilft es uns aber auch, Gott wirklich als Gegenüber vorzustellen, vor dem wir uns verneigen. – Die Hand können wir ihm schlecht geben. Vielleicht tut es uns gut uns ganz zu erden, mit dem in Kontakt zu fühlen, was wir berühren. Oder der Blick und das Empfinden richtet sich ganz nach innen und wir versenken uns in uns selbst.

Manchmal fehlen die Worte und es ist der an den Horizont geheftete Blick, oder einfach ein tiefer Seufzer ist, der aus meinem Innern nach außen drängt.

„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen.“ (Römer 8,25-26)  Amen.

STILLE, um dem Text einen Moment nachzuspüren.

FÜRBITTENGEBET

Guter Gott, danke,

dass wir niemals alleine sind und wir immer zu Dir sprechen dürfen.

Wir bitten dich, dass wir daraus Kraft und Mut schöpfen dürfen für das, was jetzt notwendig ist.

Wir bitten dich für jene, die wir nicht sehen können, dass du auch ihnen Kraft und Mut schenkst für das, was jetzt dran ist.

Wir bitten für jene, die helfen, auf welche Art und Weise auch immer.

Wir bitten für jene, die gerade vergessen werden, die Flüchtlinge in den überfüllten Lagern.

Tröste uns durch deine Geistkraft und schenke uns die Gewissheit, dass wir auf dich bauen dürfen.

Und alle unsere unaussprechlichen Gefühle und Gedanken legen wir in das Gebet, dass du uns gelehrt hast:

VATERUNSER

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. 
Amen.

SEGEN (eventuell Hände zum “Segenskörbchen“ falten)

Gott segne uns und behüte uns

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf uns
und schenke uns Friede

Amen.

STILLE

 

Kerze auspusten

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


12.04.2020 Ostermorgen

Videoandacht vom 12.04.2020 (Mathias Engelbrecht, kleine Kirche in Alzey)

 

12.04.2020 Ostermorgen II

Videoandacht vom 12.04.2020 (Ingo Molter)

 

12.04.2020 Ostersonntag

Videoandacht vom 12.04.2020 (Propst Dr. Klaus-Volker Schütz)

 

Impulse für die Ostertage

Gründonnerstag, am 09. April 2020

Bibelstelle: Mk 14,12-72; Mt 26; Lk 22,7-65; 1. Kor 11,23-25

Impuls:

Normalerweise hätten wir heute zum Gedenken an das letzte Passamahl Jesu mit seinen Jüngern ein Tischabendmahl in der Kirche in Eckelsheim gefeiert. Dieses Passamahl ist der Grund, warum wir Abendmahl feiern. Mit dem Abendmahl verbinden sich viele Vorstellungen, u.a. die Gemeinschaft mit Glaubensgeschwistern. Es wird die Tage viel gefragt, wie wir es trotz Distanz schaffen, Gemeinschaft zu erleben. Dabei sind die modernen Medien, besonders das Internet und Apps hilfreich. Doch nicht alle Menschen haben Zugang zu dieser Form von virtueller Gemeinschaft. Propst Oliver Albrecht erinnerte darum daran, dass es in der Geschichte des Christentums die Tradition gibt, mit unserem Gott auch allein sein zu können, Einsamkeit anzunehmen und zu gestalten. Heute ist der 75. Todestag des berühmten Theologen Dietrich Bonhoeffer, dessen schriftlicher Nachlass uns Zeugnis davon gibt, wie er die Zeit in seiner Gefängniszelle in dieser Form gestaltet, daraus Kraft und Zuversicht geschöpft hat, auch in Todesbedrängnis.

Frage:        Welche Worte sprechen Sie in folgendem Gedicht besonders an?

Anregung: Lesen Sie das Gedicht von Bonhoeffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Sie finden es im Ev. Gesangbuch, Lied 65, oder im Internet. - Gestalten Sie mit uns ein Fenster zum Gründonnerstag und senden Sie uns dazu Ihre Gedanken, ein Foto oder ein gemaltes Bild.

Symbol:     Brotlaib und Weinkelch


Karfreitag, am 10. April 2020

Bibelstelle: Mk 14,1-16,20; Mt 26,1-28,20; Lk 22,1-24,53; Joh 18,1-21,25

Impuls:

Als Jesus am Kreuz starb geschah etwas, das mich als Kind immer an dieser Geschichte fasziniert hat: „Der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.“ Wie so oft bei Kindern, haben sie ein Gespür für das Mystische. So auch hier. Was hat es mit diesem Vorhang auf sich und was bedeutet das für uns? Mit dem Vorhang war das Allerheiligste des Tempels abgetrennt, in das nur der Hohepriester durfte. Allen anderen war dieser Zugang verwehrt. Mit dem Tod Jesu wird diese Grenze zwischen den Menschen und Gott aufgehoben. Wir brauchen keinen Vermittler mehr, um mit Gott in Beziehung zu treten. Das bedeutet auch, dass wenn wir in diesen Tagen zu Hause allein oder mit unserer Familie einen Hausgottesdienst feiern, dann feiert Gott mit uns.

Frage:        Welche Gefühle und Gedanken verbinden Sie mit Karfreitag?
Anregung: Lauschen Sie dem Glockengeläut zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr. Gestalten Sie mit uns ein Fenster
zum Karfreitag.
Symbol:     Kreuz

Karsamstag, am 11. April 2020

Bibelstelle: Mt 27, 62-66

Impuls:

Heute ist es still, stiller als sonst an einem Karsamstag, nicht nur, weil die Glocken schweigen. Normalerweise ist dieser Tag von geschäftigem Treiben geprägt. Die letzten Vorbereitungen für das große Osterfest werden getroffen, Einkäufe erledigt und wer all dies schon erledigt hat, kann noch etwas bummeln gehen, vielleicht in einem Café die Frühlingssonne genießen. Nicht so dieses Jahr, denn die meisten Geschäfte sind geschlossen. Es ist stiller als sonst, aber irgendwie passt dies zu diesem Tag zwischen den Tagen. Es ist wie ein Ritardando in der Musik, ein verzögerndes Moment, das Spannung aufbaut, bevor es aufgelöst wird. Ein Moment, in dem nicht sicher ist, wie die Geschichte weiter geht. So fühlen sich auch Jesu Jünger. Sie sind verzweifelt, sie verstehen die Welt nicht mehr. Wie kann es sein, dass Gottes Sohn am Kreuz sterben musste? Sie verstecken sich, traurig, verzweifelt und voller Angst, dass auch sie dieses Schicksal ereilen wird.

Frage:        Wie verbringen Sie dieses Jahr Karsamstag, wie war es letztes Jahr?

Anregung: Genießen Sie die Stille. Gestalten Sie mit uns ein Fenster zum Karsamstag.

Symbol:     Tränen


Ostersonntag und – montag, am 12. und 13. April 2020

Bibelstelle: Mt 28,1-10; Mk 16,1-19; Lk 24,1-48; Joh 20-1-23

Impuls:

Der moderne Mensch rühmt sich seines Verstandes, doch der Glaube daran, dass jemand von den Toten auferstehen könnte, das war auch schon zu Jesu Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Die Jünger taten sich damit schwer. – Ein leeres Grab und das Zeugnis einiger Frauen und Fremder – was beweist das schon? Doch vieles, was ganz existentiell ist in unserem Leben, verstehen wir nicht durch unseren Intellekt, sondern durch unser „Herz“. So können wir bestimmte Aspekte von Liebe durch Hormone und neurologische Verfahren sichtbar machen, aber in ihrem Wesen können wir sie dadurch nicht erfassen. Die Liebe ist fähig, unvorstellbare Grenzen zu überschreiten. Uns so lernen die Jünger an Ostern im wahrsten Sinne des Wortes Jesu zu „be-greifen“ und erleben, dass er mitten unter ihnen ist.

Frage:        Welches Hoffnungsbild gibt Ihnen in diesen Tagen Kraft?

Anregung: Stehen Sie vor Sonnenaufgang auf, zünden Sie nur eine Kerze an und erleben Sie, wie das Licht die Dunkelheit bricht, wenn um 6 Uhr die Glocken zum Zeichen der Auferstehung Jesu ihr Schweigen brechen. – Gestalten Sie mit uns ein Hoffnungs-Fenster zum Ostersonntag und senden Sie uns dazu Ihre Gedanken, ein Foto oder ein gemaltes Bild.

Symbol:     Brennende Kerze

 

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

05.04.2020 Palmsonntag

Videoandacht vom 05.04.2020 (Pfarrerin Dr. Tanja Martin, Wendelsheim)

 

29.03.2020 Judika

Videoandacht vom 29.03.2020 (Pfarrer Koch, Wörrstadt)

 

2. WEckRUF um 11

- zum Sonntag Judika (29.03.2020)

.Zum Glockengeläut um 11 Kerze anzünden.

Einen Moment zur Ruhe kommen.

Votum

Wir sind miteinander verbunden,

im Namen des Vaters

und des Sohnes und des Heiligen Geistes!

Amen

Liedvers (gesprochen oder gesungen Ev. Gesangbuch Nr. 361,1)

Befiehl Du deine Wege

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt

Der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Psalmgebet (von Pfarrer Ekkehard Landig)

Ewiger Gott, unsicher bin ich geworden!

Wie mache ich es richtig?

Aufeinander zugehen,

Nähe wagen,

Lebensfreude zusammen feiern–

all das stimmt in dieser Zeit nicht mehr.

Gott, unsicher bin ich geworden!

Wie mache ich es richtig?

Wie machst Du es, Gott?

Du bist da, aber so ganz anders.

Du bist auf Distanz  und näher,

als ich es überhaupt denken kann.

Ob ich sitze oder stehe,

ob ich liege oder gehe,

du bist stets um mich,

und doch gefährdest du mich nicht.

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Das ist mir zu hoch und zu wunderbar,

ich kann es nicht begreifen.

Vielleicht muss ich genau das nachmachen und das Unvorstellbare wagen:

Nähe spüren lassen und doch auf Distanz bleiben.

Niemanden gefährden und doch für Menschen da sein.

Gott, dass du so anders bist, macht mir Mut.

Amen

STILLE

Geteilte Predigtgedanken von Pfarrer Ekkehard Landig, Kleinlinden

Liebe Gemeinde,

Wir machen uns viele Gedanken.

Wir sind hin und her gerissen.

Bei vielen gibt es Angst und Sorgen.

Aber es passiert auch Positives.

Wir erleben wie uns Beziehungen tragen, das Telefonat mit den Kindern und Enkeln die neuen Möglichkeiten der Technik, die uns verbinden.

Ich bin dankbar für das Gebet, dass uns unsichtbar und doch spürbar verbindet.

Wir erleben aber auch, wie uns Solidarität etwas abfordert, wie wir uns beschränken müssen.

Wir verzichten auf ein Treffen mit den Freunden.

Die Sorge füreinander fordert uns auch ab, dass wir uns nicht von der Angst leiten lassen.

Ganz ehrlich, wie viele Rollen Klopapier und Nudeln brauche ich wirklich?

Ich will heute in den Mittelpunkt ein Wort stellen, das dem Josua einmal gesagt wurde.

 

Lass dich durch nichts erschrecken

und verliere nie den Mut;

denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir,

wohin du auch gehst!

 

Wir sind nicht allein!

Das ist die gute Botschaft des Glaubens.

Sie trägt Juden und Christen durch die Jahrhunderte.

Diese Worte wurden Josua zugesagt.

Er konnte überhaupt nicht absehen, was auf ihn zukommen würde.

Das Einzige, was ihn ermutigte  war die Botschaft: Du bist nicht allein! Du bist von Menschen und Gott begleitet.

Wir sind nicht allein! - Das hat in diesen Tagen zwei Gesichter.

Wir sind nicht allein! Da bin ich mir im Augenblick unsicher.

Ich soll nicht mehr das Haus verlassen.

Wir sollen uns nicht treffen.

Wir unternehmen nichts zusammen.

Was ist das denn anderes als allein sein?

Aber da ist noch die Familie, das sind Nachbarn und Freunde.

Sie rufen an, Familie kommt vorbei.

Menschen bieten sich an Einkäufe für die Älteren zu übernehmen.

Wir sind nicht allein.

Da sind die vielen Kontakte zu den Freunden.

In diesen Tagen spüren wir: Kontakt halten geht auch anders.

Ich habe in den letzten Tagen mit so vielen Menschen gesprochen.

So oft habe ich in den letzten Tagen von Menschen gehört,

die mir wichtig sind.

Ich habe mir das erste Mal wirklich Gedanken gemacht, ob es wohl den Nachbarn von Gegenüber gut geht.

Wer braucht Hilfe?

Wen bitte ich um Hilfe?

Wir sind nicht allein!

Aber eben ganz anders. Wir sind nicht allein.

Das kann und soll man auch ganz anders hören.

Wir sind nicht allein.

Wir, die wir nicht zu den Risikogruppen gehören.

Wir sind nicht allein auf der Welt!

Das höre ich so: Ich bin nicht der Mittelpunkt.

Hab ich das wirklich kapiert, dass es noch Menschen gibt, die auf meine Solidarität angewiesen sind?

Menschen, mit denen ich, ob ich es will oder nicht, in einer Straße, Stadt, Gesellschaft oder Welt lebe?

Menschen, die ich gefährde, wenn ich den Filmabend mit den Freundinnen plane oder mich zum Grillen treffe.

Wir sind nicht allein.

Zum Beispiel bin beim Einkaufen.

Alles ist da, nur Mehl und Tomatensoße nicht!

Es hätte für alle gereicht. Wenn alle sagen könnten: „Wir sind nicht allein, wir teilen! Wir wagen Solidarität.“

Oder anders gesagt:  Die Speisung der 5000 fängt im Supermarkt an. Wir sind nicht allein, da gibt es noch viele andere Menschen neben mir.

Auch die, die im Augenblick vollkommen ausgeblendet werden.

Menschen in den Flüchtlingslagern und gestrandet zwischen den Grenzen.

Menschen, für die es keine Menschenrechte mehr gibt.

Wir sind nicht allein! Das ist immer beides: Ermutigende Zusage und solidarischer Auftrag!

Schöpfen wir aus der Zusage Kraft und nehmen den Auftrag phantasievoll wahr.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, der bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

STILLE, um dem Text einen Moment nachzuspüren.

FÜRBITTENGEBET

Guter Gott, danke,

dass wir niemals alleine sind.

Wir bitten dich, dass wir daraus Kraft und Mut schöpfen dürfen für das, was jetzt notwendig ist.

Wir bitten dich für jene, die wir nicht sehen können, dass du auch ihnen Kraft und Mut schenkst für das, was jetzt dran ist.

Wir bitten für jene, die helfen, auf welche Art und Weise auch immer.

Wir bitten für jene, die gerade vergessen werden, die Flüchtlinge in den überfüllten Lagern.

Tröste uns durch deine Geistkraft und schenke uns die Gewissheit, dass wir auf dich bauen dürfen.

Und alle unsere unaussprechlichen Gefühle und Gedanken legen wir in das Gebet, dass du uns gelehrt hast:

VATERUNSER

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. 
Amen.

SEGEN (eventuell Hände zum “Segenskörbchen“ falten)

Gott segne uns und behüte uns

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf uns
und schenke uns Friede

Amen.

STILLE

Kerze auspusten


 

_______________________________________________________________________________-___________

 

22.03.2020 Lätare

 

Videoandacht vom 22.03.2020 (Pfarrer Schauß)

1. WEckRUF um 11

(Auf Basis der Hausgottesdienstliturgie „Fürchtet euch nicht“

von Pfarrerin Vanessa Bührmann, Rheindürkheim)

Zum Glockengeläut um 11 Kerze anzünden.

Einen Moment zur Ruhe kommen.

GEBET

Allgegenwärtiger Gott,

ich / wir sind hier,

zu Hause,

allein.

Im Vertrauen darauf,

dass wir durch deinen Geist verbunden sind,

mit dir und

unseren Mitmenschen,

feiern wir in deinem Namen

jetzt und hier Gottesdienst

Im Namen des Vaters

und des Sohnes

und des Heiligen Geistes.

AMEN.

AUS PSALM 34 Neue Genfer Übersetzung

Kommt, wir verkünden gemeinsam,

wie groß der Herr ist!

Lasst uns miteinander seinen Namen rühmen!

Als es mir schlecht ging,

rief ich zum Herrn.

Er hörte mich und befreite mich aus aller Not.

Der Engel des Herrn lässt sich bei denen nieder,

die in Ehrfurcht vor Gott leben,

er umgibt sie mit seinem Schutz und rettet sie.

Erfahrt es selbst und seht mit eigenen Augen,

dass der Herr gütig ist!

Glücklich zu preisen ist, wer bei ihm Zuflucht sucht.

Amen.

STILLE

LESEPREDIGT (Doris Joachim, Zentrum Verkündigung)

Engel.

Sie lagern um uns herum.

Sie breiten ihre Flügel aus oder ihre Arme – je nach dem.

Sie schützen nicht vor dem Virus.

Aber vor der Angst.

Das können sie:

Uns die Angst nehmen.

Und die Panik vor dem, was uns beunruhigt.

Engel wiegen uns nicht in falscher Sicherheit.

Aber sie können die verängstigte Seele wiegen.

In ihren Armen oder Flügeln – je nach dem.

Im Moment reicht ein Engel nicht.

Da brauchen wir schon ein paar mehr.

Die Fülle der himmlischen Heerscharen,

wie damals – als Jesus geboren wurde –
da waren sie alle da.

Die Engel.

Und sie haben gesagt: Fürchtet euch nicht.

Denn sie fürchteten sich – also die Hirten.

Und wir fürchten uns auch.

Vor dem, was plötzlich kommen könnte.

Oder was schon da ist.

Wir fürchten uns vor der Ungewissheit und vor dem,

was uns den Boden unter den Füßen wegzureißen droht.

Damals haben die Engel eine große Freude verkündet,

die allem Volk widerfahren soll.

Nämlich, dass der Heiland geboren sei.

Das klingt wie von einem anderen Stern.

„Große Freude.“

Aber wieso sollte das nicht auch heute gelten?

Ist Gott etwa nicht da, nur weil das Virus da ist?

Fürchtet euch nicht.

Das will ich auch jetzt hören.

Daran halte ich mich fest.

Mitten in der Angst – Freude.

Mitten in der Angst – ein Lächeln.

Mitten in der Angst – helfende Menschen.

Mitten in der Angst – Solidarität unter uns.

Das gibt es ja alles.

Trotz Corona. Mancherorts auch gerade wegen Corona.

Mitten in der Angst, mitten in der Sorge – die Engel.

Sie schützen nicht vor dem Virus – so ist das halt.

Aber es sind die himmlischen Wesen, die uns Bodenhaftung geben können.

Ich will meine Augen öffnen und die Engel sehen.

Oder hören. Oder spüren.

In mir, hinter mir, neben mir.

Auch in den Menschen, denen ich begegne.

Jetzt halt etwas mehr auf Abstand oder am Telefon.

So geht es auch.

Gottes Engel lagern um uns her und helfen uns heraus.

Das glaube ich gewiss.

Amen.

 

STILLE, um dem Text einen Moment nachzuspüren.

 

FÜRBITT-GEBET

Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.

An unserer Seite und um uns herum.

Denn wir brauchen Mut.

Und Phantasie.

Und Zuversicht.

Darum: Sende deine Engel.

Zu den Kranken vor allem.

Stille

Und zu den Besorgten.

Stille

Sende deine Engel zu denen,

die anderen zu Engeln werden:

Ärztinnen und Pfleger,

Rettungskräfte und Arzthelferinnen,

alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.

Stille

Sende deine Engel zu den Verantwortlichen

in Gesundheitsämtern und -einrichtungen,

in Politik und Wirtschaft,

in Kirche und Gemeinden.

Stille

Sende deine Engel allen,

deren Namen ich in der Stille vor dich bringe.

Stille

Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut.

Du hast sie schon geschickt.

Sie sind ja da, um uns herum.

Hilf uns zu sehen, was trägt.

Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,

mit dir, mein Gott.

Denn das ist’s, was hilft und tröstet.

Jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

STILLE

VATERUNSER

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. 
Amen.

SEGEN (eventuell Hände zum “Segenskörbchen“ falten)

Gott segne uns und behüte uns

Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns
und sei uns gnädig
Gott erhebe sein Angesicht auf uns
und schenke uns Friede

Amen.

STILLE

Kerze auspusten

 

 

 

 

 

 


Datum Wendelsheim, Ev. Martinskirche, Donastr. Eckelsheim, Ev. Mauritiuskirche, Kirchstr.



 

 

9 Uhr - Paechnatz
10.30 Uhr - Kindergottesdienst